All-in-One-PCs: Das Ende der Desktop-Rechner?

Von | 5. Oktober 2009

Die Computer-Industrie hat einen neuen Hoffnungsträger: Heimlich, still und leise hat sich der All-in-One-PC als Alternative zum klassischen Desktop-Rechner etabliert. Sein Vorteil: Die gesamte PC-Hardware steckt entweder im Standfuß des Bildschirms oder gleich im Monitor selbst. Das spart Platz, macht jedes Kabel überflüssig und sieht gut aus. CHIP Test & Kauf, das Verbrauchermagazin für digitale Technik, hat acht aktuelle All-in-One-PCs getestet. Das Fazit der Redaktion: So reizvoll die Optik, so unterschiedlich ist die Ausstattung der einzelnen Geräte. Wer sich vor dem Kauf nicht informiert, kann deshalb viel falsch machen.


Grundsätzlich lässt sich die neue Computerklasse in zwei Gruppen teilen: Topgeräte mit leistungsstarker Hardware und eher schwachbrüstige Rechner zu wirklich niedrigen Preisen. „Die günstigen All-in-One-PCs mit Intels Atom-Prozessor verfügen über wenig Power und wenig Speicher. Zum Surfen und für die Büroarbeit reichen sie aber allemal“, urteilt Alexander Junk, Redakteur von CHIP Test & Kauf. Diese PCs sind bereits ab 400 Euro erhältlich – wenig Geld für einen Computer inklusive Display, Tastatur und Maus.

Liegen die Billigen im Test folgerichtig auf den Plätzen fünf bis acht, machen die Edelgeräte der Hersteller HP, Apple, Christmann und Sony den Sieg unter sich aus. Diese All-in-Ones kosten zwischen 1.000 und 1.900 Euro und bieten dank Intels Core 2 Duo-Prozessoren genügend Power für Multimedia-Anwendungen und sogar Spiele. Den Testsieg holte der HP TouchSmart IQ820de, der auch beim Preis die Obergrenze markiert. „Der Touchsmart punktet mit seiner hervorragenden Ausstattung: HP hat seinem Topmodell einen großen 25-Zoll-Monitor und ein Blu-Ray-Laufwerk spendiert. Und die Festplatte ist mit 640 Gigabyte wirklich üppig bemessen“, summiert Junk.

Auch die Touchscreen-Funktion spricht für den HP: Der Nutzer kann den PC per Finger oder Eingabestift direkt am Display bedienen. Immerhin vier der acht getesteten All-in-Ones bieten dieses Feature – der zweitplatzierte iMac ist nicht dabei. Dennoch lobt Junk den Apple-Computer als exzellente Alternative zum HP: „Das Design des iMac ist eine Klasse für sich und auch sein Preis ist in Ordnung: 1.100 Euro für ein Komplettsystem dieser Qualität sind fast schon ein Schnäppchen.“

All-in-One-PCs sind kaum erweiterbar

Generell habe jedes der acht Testgeräte seine Reize: „Da All-in-One-PCs kaum erweiterbar sind, muss das Paket von Anfang an stimmen“, warnt Junk vor überhasteten Kaufentscheidungen. Kein System gleiche dem anderen, weder optisch noch technisch – aber jeder könne ein Angebot nach seinen Wünschen finden.

Der komplette Testbericht steht in der aktuellen CHIP Test & Kauf (Ausgabe 11/2009), die am 5. Oktober in den Handel kommt.

Quelle: Hubert Burda Media (CHIP Test & Kauf)
(ENDE) verbraucher-impuls.de/05.10.2009

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