Auf Parkplätzen und im Parkhaus jederzeit bremsbereit sein

Von | 28. April 2010

Die Zeit drängt – der Parkplatz ist voll: Man fährt suchend durch die Reihen. Plötzlich kommt ein Auto von links. Ein schneller Tritt auf die Bremse – leider nicht schnell genug. Schon haben sich die Kotflügel der beiden Autos ineinander verkeilt. Wer jetzt aussteigt und denkt, ihn träfe keine Schuld, der irrt.


Warum das so ist, erläutert die Versicherung HUK-Coburg in ihrem Rechtstipp: Demnach hat laut Straßenverkehrsordnung der von rechts Kommende natürlich Vorfahrt. Doch darauf allein dürfe sich ein Autofahrer nicht verlassen. Die Rechtsprechung besage, dass jeder auf Parkplätzen und in Parkhäusern langsam fahren, jederzeit bremsbereit sein und sorgfältig auf das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer achten müsse. Letzteres gelte übrigens auch für ein- und ausparkende Autos. Wer auf einem Parkplatz fahre, müsse also die Reihen mit den parkenden Autos im Auge behalten.

Selbst wenn im Eingangsbereich ein Schild auf die Gültigkeit der Straßenverkehrsordnung hinweist, entbindet das Parkplatzsuchende laut der HUK-Coburg nicht von der beschriebenen besonderen Sorgfaltspflicht. Gemäß der aktuellen Rechtsprechung stehe eine Mitschuld immer im Raum, wenn jemand so schnell fahre, dass sich deshalb ein Unfall nicht vermeiden lasse. Da helfe es auch nicht, Vorfahrt gehabt zu haben. Die gegnerische Kfz-Haftpflichtversicherung werde in solchen Fällen nur einen Teil des Schadens bezahlen. Ohne Vollkasko-Versicherung müsse der Rest aus der eigenen Tasche bezahlt werden.

Quelle: HUK-Coburg
(Ende) verbraucher-impuls.de/27.04.2010

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