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Beratungstelefon der Unabhängigen Patientenberatung

Kurz notiert: Welche Leistungen übernimmt die Krankenkasse, welche Therapiemöglichkeiten habe ich, wie kann ich meine Ansprüche durchsetzen, was muss ich bei einem Kassenwechsel beachten? Solche Fragen können Verbraucher am Beratungstelefon der Unabhängigen Patientenberatung (UPD) unter 0800 / 011 77 22 stellen (kostenlos aus dem deutschen Festnetz).

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland unterstützt Hilfesuchende seit Anfang 2007 in über zwanzig Beratungsstellen sowie über das bundesweite Beratungstelefon. Etwa ein Drittel dieser Beratungsstellen werden von Verbraucherzentralen getragen. In den zurückliegenden Jahren bestand besonderer Beratungs- und Informationsbedarf zu Leistungen der Kassen und zu gesetzlichen Neuregelungen, zu Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln, zu Therapien und Krankheitsbildern sowie rund um das Thema „Zahnbehandlung“.

Weitere Informationen zur Unabhängigen Patientenberatung gibt es auf deren Internetseite upd-online.de.

Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband
(Ende) verbraucher-impuls.de/04.03.2011

Navigationsgerät unterwegs zu bedienen kann teuer werden

Schnell während der Fahrt das neue Ziel eingeben oder die Einstellungen am Navigationsgerät ändern: Die Tatsache, dass ein solches Verhalten bei einem Unfall als „grob fahrlässig“ eingestuft werden kann, hält jeden dritten Autofahrer nicht davon ab, wie der Kfz-Direktversicherer R+V24 unter Berufung auf eine Umfrage berichtet. Interessantes Nebenergebnis: Fast jeder zweite Befragte halte es für erlaubt, das Navi während der Fahrt zu bedienen. Bei Stadtplan oder Landkarte seien es nur 13 Prozent.


Dabei gelten für alle Navigationshilfen – ob digitales Navi oder klassische Landkarte – dieselben Regelungen. „Zwar müssen Autofahrer in beiden Fällen kein Bußgeld befürchten. Aber bei einem Unfall wird so etwas oft als grob fahrlässig bewertet“, erklärt Torsten Nils Unger von R+V24. Dann könne es sein, dass der Autofahrer einen Teil der Schuld zugesprochen bekommt – selbst wenn er den Unfall nicht verschuldet habe. Und auch die Versicherung übernimmt unter Umständen nicht den gesamten Schaden. „Autofahrer, die hier auf Nummer sicher gehen wollen, sollten ihren Versicherungsvertrag überprüfen. In einigen Tarifen wird auf den Einspruch bei grober Fahrlässigkeit verzichtet“, rät Unger.

Übrigens: Wer zum Navigieren während der Fahrt sein Handy benutzt, kann zusätzlich mit einem Bußgeld von 40 Euro und einem Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei bestraft werden. Denn es ist grundsätzlich verboten, ein Handy während der Fahrt in die Hand zu nehmen – unabhängig davon, was man damit macht.

Unter www.navi.rv24.de finden Autofahrer weitere Informationen dazu, was am Steuer erlaubt ist und was nicht – und welche Bußgelder im Einzelfall drohen.

Quelle: R+V24
(Ende) verbraucher-impuls.de/11.11.2010

Reifeneinlagerung: ADAC bietet Formular zur Reifenkennzeichnung

Wer seine Reifen einem Autohaus zur Einlagerung überlässt, handelt sich dabei häufig Ärger ein. Immer wieder kommt es vor, dass Reifen nach der Einlagerung vom Autohaus nicht mehr aufgefunden werden können oder bei der Rückgabe Beschädigungen aufweisen, wie der ADAC unter Berufung auf Mitgliedererfahrungen berichtet. Die Juristen des Clubs haben daher ein Formular entwickelt, das sich interessierte Autobesitzer im Internet herunterladen können.


Das Reifen-Einlagerungsprotokoll gibt es als .pdf-Datei unter: www.adac.de/reifeneinlagerung

In das Formular werden Einzelheiten der eingelagerten Reifen wie zum Beispiel Hersteller, Modellbezeichnung, Größe etc. eingetragen. So können Verwechslungen ausgeschlossen und „verlorene“ Reifen leichter wieder aufgefunden werden. Ferner wird in dem Formular dokumentiert, ob die Reifen und Felgen Beschädigungen oder Besonderheiten aufweisen. Dadurch lassen sich Streitigkeiten bei Rückgabe der Reifen vermeiden.

Das Protokoll sollte möglichst vollständig ausgefüllt, von beiden Seiten unterschrieben und sorgfältig vom Kunden aufbewahrt werden. Aber auch wenn sich der Reifenwechselbetrieb weigern sollte, das Protokoll zu unterschreiben, sind die Informationen des Formulars für den Eigentümer der Reifen wertvoll. Die wenigsten Autofahrer können nach einem halben Jahr noch genau sagen, welche Reifen (Marken, Modelle) sie zum Einlagern weggegeben haben.

Quelle: ADAC
(Ende) verbraucher-impuls.de/09.11.2010

„Computerbild“: AGB-Fallen beim Internet-Einkauf

Mode, Bücher, Reisen: Mit wenigen Klicks lässt sich der Einkauf im Internet erledigen. Das kann später jedoch zu einem bösen Erwachen führen, denn in den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) vieler Anbieter lauern zahlreiche Fallstricke, wie die Zeitschrift „Computerbild“ berichtet. Für die aktuelle Ausgabe haben die Redakteure das „Kleingedruckte“ von 57 Shops, Fluglinien, Reisebüros, Internet-Anbietern und Partnerbörsen im Internet geprüft – bei über 90 Prozent der AGB gab es Anlass zur Kritik, lediglich fünf Anbieter hielten sich streng an das geltende Recht.


Mit einwandfreien Geschäftsbedingungen konnten lediglich Ikea, C&A, Buecher.de, myToys.de und das Hotelportal HRS überzeugen (alle „sehr gut“). Gravierende Mängel führten dagegen bei Partypoker.com, Ryanair und dem Reiseportal Ab-in-den-urlaub.de zur AGB-Note „mangelhaft“. So gebe es bei der Fluggesellschaft Ryanair in den AGB nicht nur viele verbraucherunfreundliche Klauseln, sondern auch unzulässige Gebührenregelungen. Ein vergessenes Online-Ticket für einen bezahlten Flug koste beispielsweise 40 Euro. Auch bei Ab-in-den-urlaub.de werden den Kunden laut „Computerbild“ in den AGB hohe Umbuchungs- und Stornierungsgebühren angedroht.

Tücken finden sich dem Fachmagazin zufolge auch in den Internet-Geschäftsbedingungen beliebter Partnerbörsen: ElitePartner (AGB-Note „ausreichend“) informiere beispielsweise nicht über Kündigungsfristen oder Vertragsverlängerung. Sowohl Flirtcafe (AGB-Note „befriedigend“) als auch Friendscout24 (AGB-Note „ausreichend“) haben demnach das Widerrufsrecht in ihren Geschäftsbedingungen nicht wie vorgeschrieben hervorgehoben.

Ebenfalls nur „befriedigend“ seien die AGB der Online-Shops von Bonprix und Otto. Bei beiden Shops werde es etwa dem Kunden erschwert, sein Widerrufsrecht zu nutzen: Die Kontaktdaten seien unvollständig – Faxnummer und E-Mail-Adresse fehlten. Ebenfalls verbraucherunfreundlich: Falls ein bestelltes Produkt nicht lieferbar sei, behalten sich unter anderem Bonprix und Otto vor, einen Ersatzartikel zu schicken – und zwar ohne vorherige Rücksprache mit dem Kunden. Aus den Geschäftsbedingungen gehe außerdem nicht klar hervor, wann der Kaufvertrag überhaupt zustande komme.

Alles in allem findet sich laut „Computerbild“ die Crème de la Crème des deutschen Internethandels lediglich im großen Mittelfeld mit der Note „befriedigend“ wieder. So liefere beispielsweise Amazon unklare Hinweise zur Datenweitergabe bei Rechnungskauf. Zudem behalte sich die Shop-Plattform Amazon Marketplace vor, nicht nur die Bonität des Käufers zu überprüfen, sondern auch gleich die des Ehepartners. In den Geschäftsbedingungen des Media Markt-Online-Shops fehle der Hinweis auf das Produkthaftungsgesetz, dafür finde sich dort der Satz „Erfüllungs- und Leistungsort ist der Sitz des Verkäufers“ – was für den Laien nicht nur unverständlich, sondern auch falsch sei. Außerdem werde dem Käufer nicht erklärt, was sich hinter dem Wortungetüm „vertragswesentliche Pflichten“ verberge. Dieser Fehler sei aber unter anderem auch bei eBay zu bemängeln.

Im Ergebnis rät das Computermagazin Verbrauchern dazu, vor dem Online-Einkauf neben den Produktangaben und Lieferfristen immer auch die ABG des Anbieters zu prüfen. Für den Kunden besonders wichtig seien hierbei die Angaben zum Widerrufs- und Rückgaberecht und zur Gewährleistung. Weitere „goldene Regeln“: Der Kunde sollte sich vergewissern, dass der Internet-Shop persönliche Daten verschlüsselt übertrage und sichere Zahlungsarten biete – von Vorkasse und Nachnahme ist abzuraten. Auf der Heft-CD/DVD der aktuellen Ausgabe (24/10) bietet „Computerbild“ zudem 15 Musterbriefe, mit denen Kunden unproblematisch ihr Recht einfordern können.

Quelle: Computerbild (in Kooperation mit finanzwertig.de)
(Ende) verbraucher-impuls.de/08.11.2010

„Bildschirmarbeit“: Tipps für gesündere Büroarbeit

Kurz notiert: In den vergangenen 50 Jahren ist der Anteil der in Büros Beschäftigten in Deutschland von etwa 10 auf knapp 50 Prozent angestiegen. Damit haben auch die klassischen Beschwerdebilder der Bildschirmarbeit zugenommen: Sei es ein steifer Nacken, verspannte Schultern, ein schmerzender Rücken oder brennende Augen – rund jeder fünfte Arbeitnehmer klagt laut einer Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales häufiger über derlei Beeinträchtigungen während seiner Arbeit am Computer. Doch schon kleine Änderungen im Arbeitsalltag können hier viel bewegen.

Hierzu kurz zwei Linktipps zum Weiterlesen:

Gesundheitsrisiko Bildschirmarbeit: Pausenlos-Arbeiter in Zwangshaltung (Überblicksartikel bei Spiegel Online)
Arbeitsschutz bei der Büroarbeit (Infoseiten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)

Quelle: siehe Links
(Ende) verbraucher-impuls.de/09.11.2010

Umwelthilfe: Handelsketten untergraben Glühlampenausstieg

Bau- und Elektromärkte, Drogerien und Supermärkte verkaufen weiterhin die seit mehr als einem Jahr verbotenen Glühbirnen. Testbesuche in den Geschäften zeigen ein zum Teil breites Sortiment an matten Glühlampen sowie 100 Watt Glühlampen, wie die Deutsche Umwelthilfe berichtet. Die Organisation fordert daher die Behörden auf, gegen diese Verstöße gegen das EU-Klimaschutzrecht vorzugehen.


Laut EU-Verordnung dürfen seit 1. September 2009 keine matten Glühlampen und keine klaren Glühlampen mit mehr als 75 Watt verkauft werden. Zum 1. September 2010 ist zudem die zweite Stufe des Glühlampen-Verkaufsverbots in Kraft getreten: Auch klare Glühlampen mit mehr als 60 Watt sind damit in der EU verboten.

Handel verweist auf Restbestände

Ungeachtet dessen verkaufen offenbar mehrere große Einzelhandelsketten weiterhin Glühlampen, die eigentlich bereits seit September vergangenen Jahres nicht mehr in Verkehr gebracht werden dürfen. Insbesondere große Handelsketten umgehen die EU-Regelung und bieten teilweise ein breites Sortiment sowohl an matten Glühlampen als auch an klaren Glühlampen mit mehr als 60 bzw. 75 Watt Leistung an, wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) nach Testkäufen in Berlin und Süddeutschland berichtet. Demnach ignoriere ein Drittel der 88 untersuchten Bau- und Elektromärkte, Drogerien, Kaufhäuser und Supermärkte die EU-Verordnung zu energieeffizienter Beleuchtung.

Nicht mehr zulässige Lampen habe die Umwelthilfe unter anderem in Märkten von Rossmann, Schlecker, Toom, OBI, Real, MediaMarkt, MediMax, Kaufland und Karstadt gefunden. Teilweise werde sogar offensiv für diese Ware geworben: So habe zum Beispiel der Hellweg-Baumarkt am Berliner Ostbahnhof im September 2010 – ein Jahr nach dem Stichtag – matte Glühbirnen „in verschiedenen Formen und Wattzahlen“ angepriesen. Die Handelsketten verteidigten den Weiterverkauf von ineffizienten Glühlampen damit, dass die Lampen schon vor dem Verkaufsverbot auf Lager gewesen seien – rein formaljuristisch also bereits in den Verkehr gebracht waren. Sie würden nun lediglich ihre Bestände verkaufen.

Umwelthilfe appelliert an Rechtsbehörden

„Es ist erschreckend, mit welcher Dreistigkeit große Baumarkt-, Elektro- und Drogerieketten gegen den Klimaschutz handeln und mehr als anderthalb Jahre nach der Verkündung der EU-Verordnung immer noch angebliche Restbestände an matten bzw. 100 Watt Glühlampen verkaufen“, beklagt Umwelthilfe-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Das Argument der Restbestände sei mehr als ein Jahr nach dem Stichtag absurd. Er forderte die betroffenen Unternehmen auf, den Verkauf dieser Lampen bis Ende November komplett einzustellen. Darüber hinaus habe die Umwelthilfe die Vollzugbehörden der Bundesländer von den festgestellten Verstößen in Kenntnis gesetzt und sie aufgefordert, ggf. Ordnungswidrigkeitsverfahren einzuleiten.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe
(Ende) verbraucher-impuls.de/08.11.2010

„real“ ruft Netzteil für iPhone 4 zurück

Aufgrund eines nach Kundenreklamationen bekannt gewordenen Qualitätsmangels ruft das Handelsunternehmen „real“ das in dieser Woche (1. bis 6. November 2010) angebotene Smartphone „iPhone 4“ zurück. Konkret geht es um die mitgelieferten Netzteile. Diese können überhitzen und unter ungünstigen Umständen auch Feuer fangen, wie der Warenhauskonzern mitteilt.

Wie sich herausstellt habe, seien von einem der Vorlieferanten des eigentlichen „real“- Lieferanten versehentlich falsche Netzteile beigepackt worden. Kunden, die in dieser Woche ein iPhone 4 bei „real“ erworben haben, werden gebeten, dieses ab dem 10. November 2010 in einem „real“-Markt ihrer Wahl gegen ein Original-Netzteil umzutauschen. Kunden, die keine Möglichkeit haben, einen „real“-Markt aufzusuchen, können das Original-Netzteil ab dem 10. November auch kostenlos per Post zugesandt bekommen. Dazu sollen sie sich an die kostenfreie Hotline 0800/5035418 wenden.

Quelle: „real“-SB-Warenhaus
(Ende) verbraucher-impuls.de/04.11.2010

Zu krank zum Arbeiten: Chef sofort informieren

Ob stechende Kopfschmerzen, hohes Fieber oder eine triefende Nase beim Aufwachen: In der kalten Jahreszeit ist die Ansteckungsgefahr am größten – und damit auch die Zahl der Krankmeldungen. Doch wer morgens zunächst im Bett bleibt und seinen Arbeitgeber erst Stunden später informiert, riskiert schnell eine Abmahnung.


„Laut Gesetz müssen Arbeitnehmer ihre Krankheit ‚unverzüglich‘ melden. Am besten ist es, schon vor dem normalen Arbeitsbeginn Bescheid zu sagen“, rät Axel Döhr, Rechtsexperte beim Infocenter der R+V Versicherung. Zwar sei die Uhrzeit, wann man sich krankmelden muss, im Entgeltfortzahlungsgesetz nicht genau aufgeführt, da dies von der Art der Tätigkeit abhänge. Fest stehe aber, dass der Anruf beim Chef oder die Email an die Personalabteilung nicht hinausgezögert werden darf. Nur so habe das Unternehmen die Chance, auf den Ausfall zu reagieren.

Konkret bedeutet das: Wer normalerweise um 9 Uhr anfängt zu arbeiten, sollte bis dahin auch seinen Arbeitgeber informieren – und sich erst danach wieder ins Bett legen oder zum Arzt gehen. Außerdem ist es für den Arbeitgeber wichtig zu wissen, wie lange man voraussichtlich ausfällt.

Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage – wobei Samstag, Sonntag und Feiertage mitzählen – muss dem Unternehmen im Regelfall am darauffolgenden Arbeitstag ein ärztliches Attest vorgelegt werden. Hier ist aber Vorsicht geboten: Die Vorlagepflicht gilt bei manchen Unternehmen bereits ab dem ersten Tag. Die genaue Regelung im Einzelfall klärt ein Blick in den Arbeitsvertrag, die Betriebsvereinbarung oder den Tarifvertrag.

Quelle: R+V Versicherung (Infocenter)
(Ende) verbraucher-impuls.de/28.10.2010

ADAC: Unnötiger Aufpreis gegen Frost bei „Winterdiesel“

Mit immer neuen künstlichen Produktnamen wie „fuelsave“, „ultimate“ oder „V-power“ verunsichern die Mineralölgesellschaften ihre Tankkunden. Für neuerliche Verwirrung dürfte im Süden Deutschlands jetzt ein Produkt des österreichischen Mineralölkonzerns OMV mit der Bezeichnung „Winter Diesel“ sorgen. Der ADAC hält diese Produktbezeichnung für irreführend. Sie suggeriere dem Verbraucher, er müsse im Winter den im Vergleich zum herkömmlichen Diesel immerhin zehn Cent teureren OMV Kraftstoff tanken.


Der höhere Preis des OMV „Winterdiesel“ werde mit einer Frostsicherheit bis zu minus 35 Grad Celsius begründet. Neben besseren Kälteeigenschaften sollen zudem spezielle Additive den Motor vor Korrosion und Ablagerungen schützen und eine längere Lebensdauer gewährleisten. Das Tanken des Kraftstoffs ist nach Ansicht des ADAC jedoch im Normalfall nicht notwendig. Jeder Dieselkraftstoff, der in Deutschland zwischen dem 16. November und Ende Februar angeboten werde, sei ein „Winterdiesel“ – der gemäß DIN EN 590 bis minus 20 Grad Celsius frostsicher sein müsse. Sicherheitshalber würden Tankstellen im Winter üblicherweise Dieselkraftstoff verkaufen, der bis minus 22 Grad Celsius funktioniere. Analysen von Kraftstoffproben im letzten Winter haben nach Angaben des Automobilclubs zudem gezeigt, dass alle untersuchten Kraftstoffe in puncto Wintertauglichkeit mindestens normgerecht sind. Beim größten Teil liege die Filtrierbarkeit sogar bei etwa minus 25 Grad Celsius.

In der Übergangszeit, vom 1. Oktober bis 15. November sowie vom 1. März bis 14. April, müsse Dieselkraftstoff bis minus zehn Grad Celsius funktionieren. So werde sichergestellt, dass der bei tiefen Temperaturen versulzende Kraftstoff störungsfrei den Filter passiere.

Aus aktuellem Anlass bekräftigte der ADAC seine Forderung, dass alle Mineralölhersteller in Deutschland grundsätzlich Dieselqualitäten anbieten, die eine Verwendungsfähigkeit bis mindestens minus 25 Grad Celsius sicherstellen – und zwar ohne Aufpreis. In Österreich seien derartige Qualitäten bereits handelsüblich.

Quelle: ADAC
(Ende) verbraucher-impuls.de/25.10.2010

Herzinfarkt: Richtig Erste Hilfe leisten

Bei einem Verdacht auf Herzinfarkt würden sechs von zehn Befragten den Betroffenen ruhig hinlegen und seine Beine hoch lagern, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage. Doch genau das wäre fatal und würde den lebensbedrohlichen Zustand noch verschlimmern. Richtig ist stattdessen genau das Gegenteil: Der Patient sollte bequem und mit erhöhtem Oberkörper gelagert werden.


Zehn bis zwölf Minuten dauert es bundesweit im Durchschnitt, bis der Notarzt da ist. Lange Minuten, in denen man als Ersthelfer durch wenige Sofortmaßnahmen Leben retten – oder im schlimmsten Fall durch bloßes Zuschauen oder lebensbedrohliche Handgriffe einen Hilfebedürftigen sterben lassen kann. Laut einer Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) weiß fast jeder Zweite überhaupt nicht, was beispielsweise im Fall eines Herzinfarktes zu tun wäre. Intuitiv würden sechs von zehn Befragten den Betroffenen ruhig hinlegen und seine Beine hoch lagern. Doch genau das wäre fatal und würde den lebensbedrohlichen Zustand noch verschlimmern oder zum Tod führen.

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Herzinfarkt

Stattdessen sollte man im Fall eines Herzinfarktes genau das Gegenteil tun: „Ist der Patient bei Bewusstsein, sollte er bequem und mit erhöhtem Oberkörper gelagert werden“, erklärt Maria Schwormstedt, Medizinerin bei der Techniker Krankenkasse (TK). Ein Teil des Blutes versacke in den Beinen und entlaste so den Herz- und Lungenkreislauf. Genau diese Maßnahme würde allerdings weniger als ein Drittel aller Teilnehmer der TK-Umfage tun.

Am besten sollte man den Betroffenen auf einen Stuhl mit Rückenlehne und Armstützen setzen. Ist das nicht möglich, kann er auch auf den Boden gesetzt und an eine Wand angelehnt werden. Zudem sollten Ersthelfer Kragen, Gürtel und andere enge Kleidungsstücke des Betroffenen lösen und in seiner Umgebung für Ruhe und frische Luft sorgen. Verliert ein Patient das Bewusstsein, atmet ungewöhnlich oder gar nicht mehr, soll er auf den Rücken gelegt und beatmet werden, so die TK-Experten weiter. Zeige er dabei keine Lebenszeichen mehr, sei mit der klassischen Herzmassage zu beginnen.

Im Übrigen sollten Ersthelfer bis zum Eintreffen des Arztes beim Betroffenen bleiben und, sofern er bei Bewusstsein ist, beruhigend auf ihn einreden, da der Schmerz Todesangst auslösen kann.

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Quelle/Bild: TK Techniker Krankenkasse
(ENDE) verbraucher-impuls.de/08.12.2009