Einführung der Gesundheitskarte startet

Von | 28. September 2009

Am 1. Oktober startet die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte. Beginnend in der Region Nordrhein soll ihre Ausgabe bis spätestens Ende 2010 bundesweit abgeschlossen sein. Dann haben Arzt, Apotheker und Klinikarzt idealerweise den gleichen Wissensstand über einen Patienten. Das soll helfen, Doppelbehandlungen zu vermeiden sowie Risiken und Komplikationen wie Wechselwirkungen oder Unverträglichkeiten bei Medikamenten direkt aufzuzeigen.


Deutlich erleichtert werden auch ein Arztwechsel oder das Einholen einer Zweitmeinung. Aufgrund der lückenlosen Dokumentation können auch Fehlbehandlungen einfacher festgestellt und nachgewiesen werden als heute.

Die neue Gesundheitskarte steht zudem für einen sichereren Umgang mit sensiblen Patienteninformationen. Derzeit werden im deutschen Gesundheitssystem an vielen unterschiedlichen Stellen persönliche Informationen wie Laborergebnisse oder Arztbriefe ohne nennenswerte Sicherheitsvorkehrungen gespeichert und per Fax oder E-Mail übermittelt. Mit der elektronischen Gesundheitskarte erhalten die Versicherten wieder die Hoheit über ihre Daten. Nur nach ihrer Freigabe können Mediziner die Akte einsehen.

Anders als die alte Krankenkassenkarte verfügt die neue Gesundheitskarte über einen Mikroprozessor, mit dem Daten verschlüsselt gespeichert werden können. Zugleich ermöglicht die neue Karte Online-Funktionen wie das Einrichten von elektronischen Patientenakten. Darin werden alle relevanten Informationen über bisherige Behandlungen und Diagnosen gesichert. Ärzte können besser diagnostizieren, Behandlungsschritte werden für Patienten und andere Mediziner nachvollziehbar.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, BITKOM
(ENDE) verbraucher-impuls.de/28.09.2009

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