Kleine Weihnachtsbaumkunde

Von | 4. Dezember 2009

Die beliebteste Baumart der Deutschen ist mit über 60 Prozent (Tendenz weiter steigend) die eigentlich aus dem Kaukasus stammende Nordmanntanne. Dahinter folgen die Blaufichte mit 20 Prozent, die Edeltanne und schließlich die Fichte. Den perfekten Baum für alle gibt es nicht – zu groß sind die Unterschiede bei der Haltbarkeit, dem Duft, der Beschaffenheit von Zweigen und Nadeln oder im Preis.


Nordmanntanne: Die Nordmanntanne ist ein Nadelbaum von kegelförmigem oder säulenförmigem Wuchs, der bis etwa 70 Meter hoch werden kann. Benannt ist sie nach dem finnischen Botaniker Nordmann, der sie 1836 im Kaukasus entdeckte. Nur für Weihnachtsbaumzwecke angebaut, benötigt sie bis zu 15 Jahre, um Zimmerhöhe zu erreichen – deshalb ist sie mit Abstand der teuerste Weihnachtsbaum. Sie zeichnet sich vor allem durch ihre hohe Nadelfestigkeit und ihre weichen glänzend-tiefgrünen, nichtstechende Nadeln aus. Zwei Drittel aller Weihnachtsbäume sind Nordmanntannen.

Edeltanne: Die Edeltanne liegt etwa auf dem gleichen Preisniveau wie die Nordmanntanne, ist aber noch länger haltbar. Sie hat weiche, blaugrüne Nadeln, die äußerst intensiv duften. Die etagenförmig angeordneten Zweige sind kräftig und eignen sich daher gut für schweren Baumschmuck. Den so typischen Tannengeruch kann man noch intensivieren, indem man die kleinen Harzkügelchen anritzt.

Fichte: Die Fichte hat dunkelgrüne, mäßig stechende Nadeln. Die Zapfen wachsen hängend – ein sehr auffälliger Unterschied zur Tanne, deren Zapfen nach oben stehen. Da sie schon nach 5-7 Jahren Zimmerhöhe erreicht, ist sie der preiswerteste Weihnachtsbaum. Allerdings hat die Fichte von allen Arten auch die geringste Haltbarkeit. Sie nadelt in beheizten Räumen schon nach wenigen Tagen.

Blaufichte: Die Blau- oder auch Stechfichte hat einen blauen Schimmer in ihren grünen Baumnadeln. Der blaue Schimmer ist von ihrer Spezies und auch von der Witterung abhängig und kann von Jahr zu Jahr variieren. Sie hat eine etwas bessere Haltbarkeit als die gemeine Fichte, liegt daher im Preissegment etwas über ihrer Verwandten. Aufgrund ihrer starken, gleichmäßig etagenförmig gewachsenen Äste ist sie besonders für schweren Baumschmuck und echte Kerzen geeignet. Ihre Nadeln stechen stark, duften aber sehr nach Wald.

Kiefer: Die Kiefer hat schöne, weiche Nadeln und oft einen interessanten Wuchs. Die Nadeln sind wesentlich länger als die der Fichten und Tannen und wirken weicher und buschiger. Ihre Nadeln sind dunkelgrün. Bekannter als ein Kiefernbaum sind in Deutschland Kiefernzweige für große und kleine Vasen. Aber auch der eher ungewöhnliche Kiefernbaum bleibt in der Wohnung lange frisch.

Douglasie: Ursprünglich im pazifischen Küstengebiet Nordamerikas wachsend ist die Douglasie in Europa heute forstlich kultiviert. Sie hat weiche, dünne Nadeln, die einen intensiven Zitrus-Duft verströmen. Ihre eher dünnen, biegsamen Zweige sind nur für leichten Weihnachtsbaumschmuck geeignet. Ihre Haltbarkeit ist etwa mit der Blaufichte zu vergleichen; preislich ist sie meist etwas günstiger als diese.

Pflegehinweise: So bleibt der Weihnachtsbaum länger frisch

Damit man möglichst lange Freude an seinem Weihnachtsbaum hat, raten die Experten der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald zu folgenden Maßnahmen: Ein Weihnachtsbaum ohne Ballen sollte nach dem Einschlagen bis zum Fest an einer schattigen Stelle in einem Eimer mit Wasser und abgenommenen Netz aufgestellt werden. Bevor der Baum ins Zimmer kommt, sollte man ihn erneut absägen und ihn in einen Ständer mit Wasser, einem Esslöffel Zucker oder Blumenfrisch stellen. Ein Standort möglichst weit weg von der Heizung und tägliches Gießen verlängern sein Leben.

Ein Weihnachtsbaum mit Ballen muss bereits im Freien regelmäßig gegossen werden. Er sollte erst kurz vor dem Heiligen Abend ins Zimmer gestellt werden. Seinen Platz sollte möglichst weit weg von der Heizung finden und er muss weiter gut gegossen werden. Möglichst nach 2 bis 3 Tagen sollte der Baum wieder ins Freie kommen und dort, sobald es frostfrei ist, eingepflanzt werden.

Quelle: Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
(ENDE) verbraucher-impuls.de/04.12.2009

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