Mobilfunk-Discounter: Sparen, aber nicht am Service

Von | 18. August 2009

Mobilfunk-Discounter gibt es inzwischen wie den sprichwörtlichen Sand am Meer: Im Supermarkt, an der Tankstelle, im Internet – überall locken Handy-Prepaid-Karten mit Billigstpreisen. Aber aufgepasst: Bei manchen Anbietern lauern Kostenfallen und nicht überall stimmt auch der Service.

Das Telekommunikations-Magazin „connect“ hat in seiner aktuellen Ausgabe 17 Mobilfunk-Discounter verglichen. Im Fokus standen neben dem Preis auch der Service und die Konditionen. Billig telefonieren ist demnach heute kein Problem mehr – vor allem im Vergleich zu den Netzbetreibern lässt sich bis zu 50 Prozent sparen. Bei den meisten Anbietern kosten Handygespräche mittlerweile nur noch neun Cent je Minute. Teilweise gibt es auch schon Angebote für 8 oder gar 7,5 Cent. Noch günstiger (bis zu 3 Cent je Minute) wird es zudem bei Gesprächen innerhalb des eigenen Anbieternetzes.

Und nicht nur bei Sprachtelefonie lässt sich sparen, sondern auch beim mobilen Datenabruf: So bietet laut „connect“ beispielsweise Aldi für Notebook-Nutzer eine Tagesflatrate für unter zwei Euro im E-Plus-Netz, bei Rewe gibt es einen Tag umlimitierten Surfspaß für 2,49 Euro im besser ausgebauten T-Mobile-Netz.

Auch wer mit dem Handy seine E-Mails abrufen oder kurz die Nachrichten checken will, wird nicht mehr arm: 24 Cent pro Megabyte sind bei den meisten Discountern Usus. Klarmobil berechnet nur 19 Cent, Alice-Kunden surfen sogar gratis: Hier sind 30 MB kostenlos inklusive.


Achtung, versteckte Kosten!

Doch auch bei den Mobilfunk-Discountern glänzt nicht alles: Traten die ersten Anbieter mit dem Ziel an, mobiles Telefonieren einfach und transparent zu gestalten, so haben viele Discounter mittlerweile mehrere Tarifoptionen für verschiedene Zielgruppen im Angebot. Das macht die Sache für den Verbraucher eher unübersichtlich.

Was aus Sicht von „connect“ gravierender ist: Die Preise für die Hotline unterscheiden sich je nach Anbieter gewaltig. Die Spanne reicht hier von 5 Cent bis zu 1,24 Euro je Gesprächsminute. Vorsichtig sollte man mit einer Billigkarte auch im Ausland sein: Wer außerhalb der regulierten EU-Länder zum Handy greift, zahlt bis zu 5,12 Euro je Minute.

Zudem hat „connect“ teilweise auch versteckte Kosten ausgemacht: So berechnet ein Discounter bei Vertragsende ein Kartenpfand von 29,95 Euro, wenn der Kunde die SIM-Karte nicht binnen drei Wochen zurückschickt. Einige Anbieter, darunter Callmobile, Klarmobil und Simply, verlangen zusätzliche Service-Gebühren, wenn der Kunde zu wenig Umsatz macht.

Alle Preise und Konditionen der 17 wichtigsten Discounter gibt es in einer übersichtlichen Tabelle in der aktuellen „connect“-Ausgabe 9/2009. Weiterführende Informationen finden sich zudem auf der Internetseite von „connect“: Handytarife: 17 Mobilfunk-Discounter im Vergleich.

Quelle: „conncet“ (Ausgabe 9/2009)
(ENDE) verbraucher-impuls.de/18.08.2009

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