Navigationsgerät unterwegs zu bedienen kann teuer werden

By | 11. November 2010

Schnell während der Fahrt das neue Ziel eingeben oder die Einstellungen am Navigationsgerät ändern: Die Tatsache, dass ein solches Verhalten bei einem Unfall als „grob fahrlässig“ eingestuft werden kann, hält jeden dritten Autofahrer nicht davon ab, wie der Kfz-Direktversicherer R+V24 unter Berufung auf eine Umfrage berichtet. Interessantes Nebenergebnis: Fast jeder zweite Befragte halte es für erlaubt, das Navi während der Fahrt zu bedienen. Bei Stadtplan oder Landkarte seien es nur 13 Prozent.


Dabei gelten für alle Navigationshilfen – ob digitales Navi oder klassische Landkarte – dieselben Regelungen. „Zwar müssen Autofahrer in beiden Fällen kein Bußgeld befürchten. Aber bei einem Unfall wird so etwas oft als grob fahrlässig bewertet“, erklärt Torsten Nils Unger von R+V24. Dann könne es sein, dass der Autofahrer einen Teil der Schuld zugesprochen bekommt – selbst wenn er den Unfall nicht verschuldet habe. Und auch die Versicherung übernimmt unter Umständen nicht den gesamten Schaden. „Autofahrer, die hier auf Nummer sicher gehen wollen, sollten ihren Versicherungsvertrag überprüfen. In einigen Tarifen wird auf den Einspruch bei grober Fahrlässigkeit verzichtet“, rät Unger.

Übrigens: Wer zum Navigieren während der Fahrt sein Handy benutzt, kann zusätzlich mit einem Bußgeld von 40 Euro und einem Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei bestraft werden. Denn es ist grundsätzlich verboten, ein Handy während der Fahrt in die Hand zu nehmen – unabhängig davon, was man damit macht.

Unter www.navi.rv24.de finden Autofahrer weitere Informationen dazu, was am Steuer erlaubt ist und was nicht – und welche Bußgelder im Einzelfall drohen.

Quelle: R+V24
(Ende) verbraucher-impuls.de/11.11.2010

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