Online-Videorecorder im Test

Von | 25. März 2010

Einen digitalen Video- oder DVD-Recorder können sich viele TV-Liebhaber eigentlich schon sparen: Immer mehr Online-Dienste schneiden Fernsehsendungen bequem auf Knopfdruck mit und stellen sie weltweit über das Internet zum Abruf bereit. Allerdings unterscheiden sich die Anbieter deutlich bei Sendervielfalt und Qualität des Videobildes. Das Computermagazin c’t rät daher, keinesfalls blind ein Aufnahme-Abo abzuschließen.


Online-Videorecorder sind ohne Frage praktisch: Sie lassen sich über jeden internetfähigen Rechner bequem programmieren, zeichnen auch mehrere Sendungen parallel auf und den Mitschnitt kann man am PC oder auf dem Fernseher schauen. Mit Einschränkungen etwa bei der Anzahl der Aufnahmen und dem Speicherplatz kann man sie in der Regel sogar eine Zeitlang kostenlos testen. Den vollen Service liefern die Anbieter laut c’t aber nur gegen Bezahlung, üblicherweise gleich für ein Jahres-Abo.

Positiv fiel im c’t-Test der Newcomer Bong.TV auf: Die Bildqualität der Mitschnitte brilliere mit der vollen digitalen PAL-Auflösung von 720 x 576 Bildpunkten, lobten die Redakteure. Allerdings sei die Senderauswahl recht klein. Mehr Programme gebe es dagegen bei Save.TV, jedoch bei geringerer Bildqualität. Zudem nervten – zumindest während des Tests – des Öfteren Server-Ausfällen. OTR überzeuge mit niedrigen Preisen und einer großen Senderauswahl, blende allerdings viel Werbung ein und schneide nicht zuverlässig alle programmierten Sendungen mit. In keiner Hinsicht überzeugen konnte die Tester dagegen der Anbieter Shift.TV.

„Die Online-Lösungen sind eine tolle Alternative zu digitalen Videorecordern im Wohnzimmer“, erläutert c’t-Redakteur Nico Jurran. Wer allerdings Wert auf Dolby-Digital-Ton, Pay-TV oder alternative Sprachspuren etwa bei Arte lege, der brauche derzeit noch ein eigenes Gerät. „Aber die Entwicklung geht weiter; gerade hat ein Dienst damit begonnen, HDTV-Sendungen mitzuschneiden.“

Strittige Rechtslage

Generell sollten sich die Nutzer solcher Anbieter jedoch bewusst sein, dass die Aufnahme-Dienste juristisch umstritten sind. Die Sendergruppen RTL und ProSiebenSAT.1 gehen bereits gerichtlich gegen mehrere Dienstleister vor, weshalb ihre Programme schon jetzt nicht mehr von allen Online-Recordern aufgezeichnet werden. Sollte sich die rechtliche Situation in den kommenden Monaten ändern, könnten einzelne Online-Videorecorder von heute auf morgen ihren Dienst einstellen. Interessierte Nutzer sollten sich daher nicht allzu lange vertraglich binden.

Den vollständigen (kostenpflichtigen) c’t-Artikel gibt es hier: World Wide Videorecorder: Internetbasierte TV-Aufzeichnungsdienste.

Quelle: Heise Medien (c’t)
(Ende) verbraucher-impuls.de/25.03.2010

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Ein Kommentar zu “Online-Videorecorder im Test

  1. BONG.TV

    Guten Tag,
    Bong Tv hat inzwischen an die 30 Sender zur Aufnahme und es werden noch weitere dazukommen.

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