Warentest: Rapsöl häufig kein Genuss

Von | 9. Dezember 2009

Experten sind sich einig: Rapsöl ist das gesündeste Speiseöl. Grund ist die ideale Fettsäureverteilung des Öls. Doch vom Feld bis zur Flasche kann bei der Herstellung viel schiefgehen. Wird die Saat falsch gelagert oder ist verunreinigt, kann auch das fertige Öl geschmackliche Fehler haben. Die Stiftung Warentest hat 26 Rapsöle untersucht, neun waren wegen sensorischer Fehler „mangelhaft“.


Natives Rapsöl schmeckt im Idealfall intensiv saatig-nussig und allenfalls sehr leicht holzig-strohig. Doch im Test hatten einige Öle einen ranzigen, stichig-modrigen oder röstig-verbrannten Geschmack. Die Abweichungen waren so groß, dass diese Rapsöle so nach Meinung der Tester nicht verkauft werden dürften.

Da viele Bio-Öle als native, kaltgepresste Öle in den Handel kommen, waren sie mit neun Produkten bei dieser Untersuchung stark vertreten. Doch kein Bio-Rapsöl war besser als „befriedigend“, sieben waren sogar „mangelhaft“. Und noch eine Erkenntnis bringt der Test: Natives Rapsöl ist meist hitzestabiler und spritzt weniger. Doch ob nativ oder raffiniert: Beide Öle sind laut Stiftung Warentest gleich gesund.

Bei den nativen Rapsölen konnten die Marken von Lidl, Aldi (Süd) und Edeka überzeugen. „Gute“ raffinierte Rapsöle gibt es von Brändle, Kunella Feinkost, Lidl, Rinatura und Netto Markendiscount.

Der ausführliche Test findet sich in der November-Ausgabe 2009 der Zeitschrift „test“ und im Internet unter: www.test.de/rapsoel.

Quelle: Stiftung Warentest
(ENDE) verbraucher-impuls.de/09.12.2009

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