Ungesichertes WLAN: Mitstörerhaftung bei Missbrauch

Von | 10. September 2009

Der lärmende Rasenmäher oder die voll aufgedrehte Stereoanlage sind Klassiker des Nachbarschaftsstreits. Mit der digitalen Revolution müssen sich Polizei und Justiz aber auch immer häufiger mit Streitfällen rund um die neuen technischen Geräte beschäftigen. Sehr beliebt ist dabei in den Gerichtssälen offenbar auch das Thema WLAN. Vor allem bei der Absicherung des Funknetzes vor fremden Zugriffen gibt es viele Unklarheiten, wie das Magazin CHIP Test & Kauf in der aktuellen Ausgabe berichtet.

So lasse sich die Frage, ob man sein eigenes Netz verschlüsseln muss, nicht eindeutig beantworten. CHIP Test & Kauf warnt aber dringend davor, auf entsprechende Absicherungen zu verzichten und den Nachbarn gratis mitsurfen zu lassen: „Dringt jemand in Ihr Funknetz ein und lädt zum Beispiel Musikdateien illegal herunter, haften im Zweifel Sie.“ Zu dieser so genannten Störerhaftung zitiert das Verbrauchermagazin den Frankfurter Fachanwalt für IT-Recht, Ralf Schulten: „Wer ein offenes Funknetz anbietet und sich nicht absichert, nimmt den Missbrauch billigend in Kauf, argumentieren viele Richter. Und das bedeutet: Er haftet auch dafür.“

Quelle: Hubert Burda Media (CHIP Test & Kauf)
(ENDE) verbraucher-impuls.de/10.09.2009

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