Unvollständige Informationen beim Hautkrebs-Screening

Von | 1. August 2009

Gesetzlich Krankenversicherte ab dem Alter von 35 Jahren können alle zwei Jahre ihre Haut untersuchen lassen. Die Kosten dieser Krebsfrüherkennungsmaßnahme – für die auch keine Praxisgebühr anfällt – trägt die Krankenkasse. Darauf weist die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengel, hin.


Diese Tatsache wird laut Kühn-Mengel vielfach untergraben. Häufig werde den Patientinnen und Patienten in der Arztpraxis erklärt, das Hautkrebs-Screening ausschließlich mit einem sogenannten Auflichtmikroskop durchführbar sei, die Anwendung dieses Hilfsmittels jedoch nicht von den Kassen bezahlt werde. Auf diese Art und Weise werden den Patienten zwischen 10 bis 15 Euro pro Untersuchung aus der Tasche gezogen.

„Einige Kassenärztliche Vereinigungen ziehen sich galant aus ihrer Verantwortung, indem sie den Patienten mitteilen, die Zuhilfenahme einer Lupe oder eines Mikroskops wäre eine Sonderleistung, die vom Patienten selbst zu übernehmen sei“, führt die Patientenbeauftragte aus. Diese Information sei zwar nicht falsch – aber auch nicht vollständig richtig: „Das Hautkrebs-Screening ist ohne die Verwendung eines Auflichtmikroskops durchführbar. Für diese Untersuchung benötigt der Arzt keine Instrumente, sondern nur eine helle Lampe und sein geschultes Auge“, so Kühn-Mengel.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit
(ENDE) verbraucher-impuls.de/17.08.2009

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