Weihnachtsbäume: Preise leicht gestiegen

Von | 4. Dezember 2009

Für das diesjährige Weihnachtsfest werden die Deutschen rund 28 Millionen Weihnachtsbäume kaufen – allerdings werden sie dafür tiefer in die Tasche greifen müssen. Branchenverbände wie die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) oder die Landwirtschaftskammer Niedersachsen rechnen mit Preissteigerungen von bis zu zehn Prozent. So kostet beispielsweise ein Zwei-Meter-Exemplar der beliebten Nordmanntanne in diesem Jahr je nach Qualität zwischen 32 und 42 Euro. Rund 18 Euro günstiger ist eine Blaufichte gleicher Größe. Für die normale Fichte werden noch 13 bis 17 Euro fällig.


Zu den Gründen für die Teuerung bei den Weihnachtsbäumen zählen zum einen die gestiegenen Energie- und Lohnkosten. Zum anderen gab es in Dänemark Reduzierungen bei den Anbauflächen durch Veränderungen in der Förderpolitik, wodurch das Angebot an Bäumen gesunken ist. Zudem drückt seit mehreren Jahren eine bundesweite Umwidmung mehrerer tausend Hektar Tannenbaum-Plantagen – beispielsweise für die profitablere Erzeugung von Biomasse bzw. Bio-Kraftstoffen – auf die Preise.

Mehr Bäume für den Export

Eine immer größere Zahl an Weihnachtsbäumen wird außerdem ins Ausland exportiert. Vor allem im Mittleren Osten wuchs die Nachfrage in den vergangenen Jahren deutlich. Schließlich wollen die internationalen Gäste der dortigen Luxus-Hotels zu Weihnachten auch in der Wüste nicht auf den Christbaum verzichten. In Kühlcontainern werden zudem frisch geschlagene Weihnachtsbäume sogar bis nach China verschifft. Dort gilt ein nach US-Vorbild kitschig geschmückter Baum als Ausweis von Wohlstand und Shopping-Kultur.

Quelle: Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landwirtschaftskammer Niedersachsen
(ENDE) verbraucher-impuls.de/04.12.2009

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